WDR Feature: Volksmelodien in Griegs Violinsonaten (DE)

Julia Kaiser WDR 3 TonArt

Immer wieder hat Edvard Grieg seine norwegische Heimat in seinen Kompositionen verewigt. Julia Kaiser spricht mit Geigerin Eldbjörg Hemsing über die Spuren, die sie in seinen Violinsonaten hinterlassen hat.

Klick Klack feature: Tan Dun’s ‘Fire Ritual’ premiere with Tan Dun and Oslo Philharmonic

Mit Martin Grubinger in Nürnberg / Klick Klack – BR Klassik (3. März 2020)

In Nürnberg spielt Martin Grubinger zusammen mit seinem Percussive Planet Ensemble ein ganz neues Programm. Außerdem in dieser KlickKlack-Ausgabe: der isländische Pianist Víkingur Ólafsson, der chinesische Komponist Tan Dun, die norwegische Geigerin Eldbjørg Hemsing und der Schweizer Tenor Mauro Peter.

Watch full episode – Mit Martin Grubinger in Nürnberg

Ein Bläserensemble ist im Publikum platziert, während sich der Rest des Orchesters auf der Bühne befindet. Auch die Solistin holt erst zaghaft ihre Geige heraus, spielt die ersten zarten Töne zwischen den Zuhörern – und bewegt sich dann langsam, spielend, auf die Bühne. Der chinesische Komponist und UNESCO-Sonderbotschafter Tan Dun hat dieses Konzert mit dem Titel “Fire Ritual – For Victims of War” für die Geigerin Eldbjørg Hemsing geschrieben. Das Werk ist von zeremonieller chinesischer Hofmusik inspiriert, bei der einige Musiker auf der Bühne und andere vom Publikum umringt spielen. “Wie Schamanen, die versuchen die Menschen durch einen besonderen Klang zu erreichen”, sagt Tan Dun. “Fire Ritual” ist ein Memorial für die Opfer von Kriegen.

“Ich möchte mit dieser Musik an die vielen unschuldigen Opfer so vieler Kriege erinnern.”

Der Komponist Tan Dun

Tan Dun und die norwegische Geigerin Eldbjørg Hemsing lernten sich 2010 während der Shanghai World Expo kennen, hier führte Hemsing Tan Duns “Love Concerto” auf. “Wir beide haben eine Art volksmusikalischen Background”, sagt Eldbjørg Hemsing. Diese starke Beziehung zu den Wurzeln der musikalischen Tradition ihrer Herkunftsländer ist etwas, das die beiden seitdem verbindet. “Fire Ritual” ist ein weiteres Ergebnis dieser fruchtbaren Zusammenarbeit.

Hier geht es darum, Gefühle zu entwickeln und versuchen, sie zu vermitteln – wie der Klang aus der Tiefe der Seele kommt.

Norwegische Geigerin Eldbjørg Hemsing
KlickKlack Trailer

Rondo Magazin feature: Mit Fjord und Fiedel (DE)

Rondo - Das Klassik & Jazz Magazin

Jesper Klein / Rondo – Das Klassik & Jazz Magazin (29. Februar — 06. März 2020)

Eine Kulisse, wie man sie schöner nicht malen könnte! Glitzernder Schnee, strahlend blauer Himmel, eine traumhafte Aussicht, nachts ein klarer Sternenhimmel. Das Hemsing Festival, zu dem die Schwestern Ragnhild und Eldbjørg Hemsing ins norwegische Aurdal einladen, spielt rein landschaftlich in der Festival-Champions-League. Mindestens!

Vom 19. bis 23. Februar kamen hier befreundete Künstler zusammen, um an besonderen Orten intime Kammermusik zu spielen. Etwa in der Kirche in Aurdal, der Bergkirche unweit des kleinen Skigebiets oder dem gemütlichen Festivalhotel Nythun, ruhig in den Bergen oberhalb des Tals gelegen. Drei Stunden braucht man mit dem (winterfesten) Auto vom Osloer Flughafen hierher. Für Ragnhild und Eldbjørg Hemsing bedeutet das Festival: nach Hause kommen. Hier in Valdres wuchsen die Schwestern auf, hier verinnerlichte Ragnhild neben der klassischen Geigenausbildung auch die mündlich tradierten, von Dorf zu Dorf verschiedenen Melodien auf der Hardangerfiedel, die auch beim Festival nicht fehlen dürfen. Genauso natürlich wie die Musik des Nationalkomponisten Edward Grieg.

Thematisch kreist das Programm der neunzehn Konzerte, etwas allgemeiner gehalten, um die Themen Freiheit und Transformation. Das betrifft witzigerweise auch den sogenannten „Rakfisk“, unter dem man bis zu eineinhalb Jahre fermentierte Forellen versteht, die hier als Spezialität gelten. Und so gelingt es dem Hemsing Festival, Klassik und Kulinarik zusammenzubringen. Ob beim Frühstückskonzert mit Rachmaninow oder dem abendlichen Vier-Gänge-Menü mit musikalischen Häppchen von Chopin bis Ravel. Um dem Alltag zu entkommen, bietet dieses familiäre und freundliche Festival genau den richtigen Zufluchtsort. Und für den ärgerlichen Fall, dass man doch in dieser Idylle einschneien und nicht zurück nach Deutschland kommen sollte, trotz „mildem“ Winter in Norwegen durchaus denkbar, gibt es eine einfache Lösung: Man bleibt einfach dort. Alle Probleme gelöst.

Fotos innen: Nikolaj Lund, Fotos außen: Jesper Klein, Foto Festivalhotel: Hasko Witte

Radio feature: Das Hemsing-Festival: Klassik im malerischen Norwegen

Von Julia Kaiser / SWR 2 – SWR2 Treffpunkt Klassik

Das Hemsing Festival im norwegischen Aurdal steht im Beethovenjahr unter dem Motto „Freiheit und Veränderung“. Vom 19. bis 23. Februar gab es hier – drei Stunden Autofahrt westlich von Oslo – Kammermusik-Konzerte, umgeben von 1000 Meter hohen Felsen in gemütlicher Atmosphäre. Julia Kaiser hat sich auf den Weg in die verschneiten Berge gemacht.

SWR 2 – Treffpunkt Klassik

Fotogallerie

Review: Trolle und Steinbrecherpflanzen by Dreh Punkt Kultur (Stiftung Mozarteum, February 25th)

Norwegische Geigerin Eldbjørg Hemsing und franzözische Pianist Julien Quentin - Konzert in der Stiftung Mozarteum

Review by Gottfried Franz Kasparek for Dreh Punkt Kultur /Stiftung Mozarteum (Dienstag 25. Februar 2020)

Die junge norwegische Geigerin Eldbjørg Hemsing und der französische Pianist Julien Quentin präsentierten am Dienstag (25.2.) das Programm Sound of Norway“ rund um Edvard Grieg. Mit Vorbildern, Freunden, Erben Griegs – ein nicht nur nordisches Konzert.

Der erste Teil des Konzerts war freilich kein Duo-, sondern ein Soloprogramm von Eldbjørg Hemsing, die zunächst eine kleine, feine Reise durch die Musik ihrer Heimat antrat. Der Einfluss norwegischer Volksmusik, insbesondere der für die faszinierende Hardangerfiedel seit dem 17. Jahrhundert entstandenen, ist diesen Geigenstücken deutlich anzumerken.

Weniger in Ole Bulls hochromantischem Sonntag der Sennerin, sozusagen der heimlichen Nationalhymne. Eldbjørg Hemsing spielt das Stück des legendären Geigers und Grieg-Förderers mit ebenso herzerfrischend blühendem Ton wie den anrührenden Letzten Frühling Edvard Griegs. Dagegen sind die Werke von Komponisten des 20. Jahrhunderts zwar im Grunde spätromantisch, aber mit jener eigentümlichen Bitonalität und vertrackten Mehrstimmigkeit angereichert, für die das Volksinstrument steht, natürlich auch mit dem mitreißenden Schwung der Tanzmusik. Bjarne Brustads Märchensuite führt mit Animo in die Welt der Trolle und Feen. Øistein Sommerfeldts Sonata Saxifraga führt das Leben von Steinbrecherpflanzen in den Bergeshöhen farbenreich durch die Jahreszeiten. Stücke, welche auch die Virtuosität der Interpretin fordern, die aber ganz selbstverständlich da ist.

Mit zwei Sätzen von J. S. Bach – Corrente und Sarabande aus der zweiten Partita für Violine solo – und der von Eugénè Ysaÿe dem Kollegen George Enescu gewidmeten d-Moll-Solosonate wurde das Programm sozusagen europäisch. Eldbjørg Hemsing spielt diese Höhepunkte der Violin-Sololiteratur mit großer Natürlichkeit und gleichzeitig klanglicher Raffinesse. Auf einer Guadagnini-Violine von 1754, die wohl auch in den Händen Ysaÿes gewesen ist, wie Frau Hemsing erzählt. Denn sie moderiert auch, mit Geist und Charme, in bestem Englisch. Nach der Pause zwischen zwei Sonaten noch ein stimmungsvolles Solo. Homecoming heißt es und ist die erste und bisher einzige Komposition von Eldbjørg Hemsing. Denn ihr Ur-Ur-Großvater hat Edvard Grieg einst eine schwermütige Volksmelodie vorgesungen, die innerhalb der Familie tradiert wurde und nun von der Nachfahrin durchaus romantisch klangvoll verarbeitet wurde. Grieg verwendete die Melodie übrigens in seiner Klavier-Ballade op. 24.

Die beiden Sonaten bringen die Bekanntschaft mit Julien Quentin, der ein fabelhaft mitatmender, aber auch differenziert mitgestaltender Klavierpartner ist. Zunächst die zweite Klaviersonate von Johannes Brahms, geschrieben am Schweizer Thunersee und ein Meisterstück zwischen altersweise harmonischer Kunst und von der Landschaft und einer späten Liebe inspirierter, sehnsuchtsvoller Melodik ausgewogen. Warum Brahms? Er war mit Grieg befreundet und schätzte die Musik des Kollegen hoch. Grieg wiederum betrachtete den zehn Jahre ältern Brahms als bedeutendes Vorbild, obwohl seine Violinsonaten schon allein wegen der folkloristischen Färbung ganz anderen Charakter haben. Die dritte in c-Moll ist eine gefühlsintensive und melodienselige Klangreise, in der schöne Wehmut oft mit herb aufjauchzender Tanzlaune hart kontrastiert. All dies kann man nicht souveräner und technisch perfekter, vor allem aber nicht mitteilsamer und direkt anspringend vermitteln als Eldbjørg Hemsing und Julien Quentin. Der jubelnde Applaus bewirkte zwei Zugaben: Jules Massenets elegische Meditation aus der Oper Thaïs und als stimmigen Schluss den spielerischen zweiten Satz aus der ersten Grieg-Sonate.

Review: GRIEG VIOLINSONATEN by Online Merker (DE)

CD GRIEG VIOLINSONATEN – Eldbjørg Hemsing, Simon Trpčeski; BIS

Eldbjørg Hemsing, Simon Trpčeski Grieg: The Violin Sonatas BIS, VÖ 6.3. 2020 Edvard Grieg: Sonate Nr. 1in F-Dur, Op. 8 Sonate Nr.2 in G-Dur, Op. 13 Sonate Nr. 3 in C-Moll, Op. 45
Eldbjørg Hemsing: Homecoming (2019)

Eldbjørg Hemsing: Ahnenforschung mit Edvard Grieg Auf ihrem neuen Album, das am 6.3.2020 bei BIS erscheint, folgt Eldbjørg den Spuren ihres Ururgroßvaters, der einst Edvard Grieg zu einem seiner bekanntesten Werke inspirierte.

Wer wie Eldbjørg Hemsing zu den renommiertesten Botschafterinnen der norwegischen Musikkultur gehört, kommt an Edvard Grieg nicht vorbei – als Leitfigur der norwegischen Romantik ist der Komponist noch heute zentral für das musikalische Selbstverständnis des Landes. Dass Hemsing für ihr kommendes Album Grieg-Sonaten einspielte, hat jedoch auch einen weitaus persönlicheren, biografischen Hintergrund. 1848 reiste Griegs Assistent Ludvig Mathias Lindeman durch Norwegen, um für seinen Arbeitgeber besonders schöne und interessante Volksmelodien zu recherchieren. In Valdres, dem Heimattal der Hemsing-Familie, traf er dabei auf Anders Nielsen Pelesteinbakken, Eldbjørg Hemsings Ururgroßvater. Dieser wies Lindeman auf ein Melodiefragment hin, das Grieg schließlich scheinbar so inspirierte, dass er es zum Thema der berühmten Ballade (Op. 24) machte.

Gute 170 Jahre später präsentiert nun Eldbjørg Hemsing ihre Interpretation von Griegs drei Sonaten für Geige und Klavier. Die Werke gelten als repräsentativ für verschiedene Schaffensphasen Griegs und entstanden über einen Zeitraum von über zwanzig Jahren. Besonders in der zweiten Sonate eröffnet sich dem Hörer Griegs Anliegen, die nationale Klangkultur seines Heimatlandes musikalisch abzubilden, u.a. durch an Bauerntänze angelehnte Sequenzen –, ideales Material für Eldbjørg Hemsing, die sich seit langem leidenschaftlich für den Erhalt der folkloristischen Musiktradition Norwegens einsetzt. Auch auf vergangenen Veröffentlichungen wählte Hemsing deshalb Komponisten wie Antonín Dvořák und Hjalmar Borgström, die entweder starke Bande zu Norwegen oder zur Volksmusik ihrer Heimatkultur pflegten. Wer also könnte eine geeignetere und authentischere GriegInterpretin sein als Hemsing? Den Grieg-Sonaten zur Seite gestellt hat die Violinistin die Eigenkomposition „Homecoming“, die auf einer Volksmelodie aus Valdres basiert –, auch als Entsprechung dafür, welch persönlichen Stellenwert die neue Einspielung für sie einnimmt. Mit dem Pianisten Simon Trpčeski holte sich Hemsing darüber hinaus einen starken musikalischen Partner ins Boot, seines Zeichens Nationalkünstler seiner Heimat Mazedoniens und ebenfalls für sein Interesse an traditioneller Volksmusik bekannt.

Written by: Online Merker

Die norwegische Geigerin Eldbjørg Hemsing und der mazedonische Pianist Simon Trpčeski nehmen sich auf ihrem neuen Album der drei Violinsonaten von Edvard Grieg an. In einem Zeitraum von über 20 Jahren (1865-1886) entstanden, repräsentieren diese Duosonaten unterschiedliche Schaffensperioden und künstlerische Aspekte des Komponisten. Die frühe Sonate in F-Dur des 22-jährigen Grieg wurde vom Kollegen Niels W. Gade zwar gelobt, allerdings fehlen der Musik noch jenes Wissen um die tiefsten Aspekte der Seele und jene individuell charakterisierten polaren Klangwelten, die den späten Grieg auszeichnen. Die Musik scheint direkt einer nordischen Landschaft entsprungen. Dieser unbeschwert, melodisch frische Spaziergang über Wiesen und Felder, von Blume zu Blume, erzielt in der lebendigen Wiedergabe durch Hemsing/Trpčeski eine Wirkung wie ein durchkomponiertes Lieder- und Balladenalbum ohne Gesang. Positiv fällt sofort die Augenhöhe in der Ausdruckskraft der beiden Solisten auf. Der passionierte Zugriff und das glasklare Spiel des Pianisten tragen maßgeblich dazu bei, dass sich die Geigerin in ihrem Spiel wie der sprichwörtliche Fisch im Wasser bewegen kann. Das stimmungsvolle überschwängliche bis verträumte Allegro molto vivace gibt Gelegenheit, virtuos loszulegen, aber auch empfindsam der romantischen Grundanlage des Werks freien Raum zu lassen.

Die Sonate in G-Dur wurde im Sommer 1867 geschrieben. Ob sie eine Liebeserklärung an Griegs Frau Nina Hagerup war oder generell als ein Hymnus auf die Hochzeitsfeiern des ländlichen Norwegens gehört werden soll, sei dahingestellt. Folklore und Tänze dominieren jedenfalls diese Sonate, was den berühmt berüchtigten Wiener Kritiker Eduard Hanslick dazu verleitete, Grieg als „Mendelssohn im Robbenfell“ zu bezeichnen. Grieg wählte einen bekannten Volkstanz namens Springdans als Modell für den ersten und den letzten Satz, dazwischen gibt es melancholischere Seiten zu erkunden. Norwegen stand damals unter dänischer Herrschaft und das nationale Element in der Musik zu pflegen, war ein in Europa weit verbreitetes Phänomen. Dennoch erzählt Griegs Werk pointiert überdies von den Einflüssen, die Beethoven und Schumann offenbar auf sein Schaffen bewirkt haben. 

Was zudem auffällt, ist die enorme kompositorische  Entwicklung, die Grieg in den beiden Jahren seit dem Erstling durchlebt hat. Wesentlich komplexer, differenzierter in der Atmosphäre und den lautmalerisch entwickelten Stimmungen, folgen auch die beiden Interpreten voller Elan dieser kurvigen Spur. Faszinierend ist das traumwandlerische Miteinander von Eldbjørg Hemsing und Simon Trpčeski in Dynamik und Tempo, das Ballabgeben und -aufnehmen, das kunstreiche Dribbeln, die gestische Lebendigkeit ihrer Interaktion.

1886, als höchst erfolgreicher Komponist, Pianist und Dirigent, setzte sich Grieg noch einmal mit dieser kammermusikalischen Form auseinander. Inspiriert von der jungen italienischen Geigerin Teresina Tua, entstand die reifste und interessanteste der drei Sonaten, diesmal in c-Moll. Wiederum ist die rhythmische Kraft des Spiels, die Eleganz und Verinnerlichung des Tons zu konstatieren. Letztlich aber sind vor allem die zahllosen hier farblich dunkleren Abschattierungen zu bewundern, die die beiden Solisten voller Finesse aus den Noten zeichnen. Trotz des intimen, in keiner Faser aufdringlichen Duktus’ der Sonate stellen sich verblüffende orchestrale Effekte ein.

Wer diese meisterlichen kammermusikalischen Edelsteine noch nicht kennt, kann mit diesen magisch schönen Interpretationen sein Glück versuchen.

Written by: Dr. Ingobert Waltenberger, Online Merker

Eldbjørg Hemsing with new recording release ‘Grieg – The Violin Sonatas’

Credits: Photography by Nikolaj Lund

Following the acclaimed recordings of concertos by Borgström and Shostakovich, Dvořák and Suk, and by Tan Dun, Eldbjørg Hemsing is following in the footsteps of her great-great-grandfather, who once inspired Edvard Grieg to compose one of his most famous works. Joint by Macedonian pianist Simon Trpčeski, Eldbjørg is embarks the journey of Grieg violin sonatas on her latest release on BIS Records.

As a celebrated ambassador of Norwegian cultural heritage, Eldbjørg Hemsing was always going to turn to Edvard Grieg eventually – a composer who is central to both Norwegian music history and the Romantic era in general. Hemsing’s new recording of Grieg’s three violin sonatas on BIS Records also has a much more personal biographic background, however.  

In 1848, Ludvig Mathias Lindeman received funding from the Collegium academicum of Christiania (Oslo) University to collect folk tunes for Edvard Grieg. During his travels across Norway, he stayed in Valdres and met Hemsing’s great-great-grandfather Anders Nielsen Pelesteinbakken, who sang a tune to him. Lindeman noted it down and Grieg later found it in the collection. The small fragment of the folk tune must have caught the composer’s attention and he subsequently used the melody as the inspiration and main theme of one of his greatest works for solo piano, the Ballade, Op. 24

Over 170 years later, Eldbjørg Hemsing is presenting her own interpretation of Grieg’s three sonatas for violin and piano. The sonatas are considered to be representative of different stages in Grieg’s artistic development and were composed over a period of 20 years. The second violin sonata can be seen as one of Grieg’s great successes in capturing the musical identity of his native country, particularly in the sequences based on peasants’ dances. Because of her passion for preserving Norway’s rich folk music heritage – as demonstrated in her previous projects such as the second ever recording of Hjalmar Borgström’s violin concerto – Hemsing was keen to explore the compositions of her famous fellow countryman, who so profoundly shaped the Norwegian cultural identity. 

Alongside the Grieg sonatas, Eldbjørg Hemsing is also presenting her first original composition „Homecoming – Varitations on the folk tune from Valdres“ as a testament to the personal significance of this new recording and its history. Moreover, in pianist Simon Trpčeski Hemsing has found a strong musical partner, an internationally acclaimed artist praised for celebrating the rich folk traditions of his own native country, Macedonia.  

Grieg Violin Sonatas will be available exclusively on Apple Music from February 21st 2020. The album will be released globally from March 6th 2020 on all streaming platforms as well as in physical format in your closest CD shop.

Grieg Recording praised by Süddeutsche Zeitung (DE)

Eldbjørg Hemsing’s new recording release Grieg Violin Sonatas together with the acclaimed Macedonian pianist Simon Trčeski on BIS Records received a praising review by Harald Eggebrecht in the Süddeutsche Zeitung´s Klassikkolumne.

“The violin tone of the young Norwegian Eldbjørg Hemsing has something spacious, immediate, unseen, nothing pretentious about it. This goes wonderfully with the three violin sonatas by Edvard Grieg. Hemsing and her piano partner Simon Trčeski do not doubt for a second the quality, intensity, imagination and touching beauty of this music, which is pulsating with a sense of landscape, natural sensations and passion. One can really say that [Eldbjørg] plays so brilliantly and convincingly in her “mother tongue” that it must captivate everyone. The violinist’s joy in inventing music is demonstrated by her fine variations on a folk tune.”

Read full Klassikkolumne from January 20th 2020

Grieg Violin Sonatas will be available exclusively on Apple Music from February 21st 2020. The album will be released globally from March 6th 2020 on all streaming platforms as well as in physical format in your closest CD shop.

Review: Fire Ritual Recording in The Strad

The Strad Issue: June 2019 
Description: ‘World music’ violin concertos receive fiery, thrilling performances

Theatrical, charismatic and intricately detailed, these two violin concertos by Tan Dun are the perfect showcase for his sensuous sound world.

As a teenager Tan became the conductor of a travelling Peking Opera troupe: echoes of its colourful style are never far from his delicate textures, recorded here with brilliance and vibrancy.

The first concerto, ‘Rhapsody and Fantasia’, grew out of an ancient opera melody. From this, Tan conjures an eclectic but immensely likeable work that somewhat improbably pits dance-worthy beats (in two movements entitled ‘hip-hop’) against a rich seam of lyricism from the violin.

Under the baton of the composer himself, Norwegian Eldbjørg Hemsing shows a deep affinity for this music, from the lush, yearning lyricism of the Rhapsody’s middle-movement Malinconia to the more esoteric Fantasia, in which lovely pinpricks of orchestral detail add shade to the violin’s searching lines.

The five-movement ‘Fire Ritual’ of 2018 builds on the earlier work’s sense of ceremonial, the violin pitted against the war-like, powerfully expressive declamations of the orchestra.

After the brittle march of the third movement, the tumult clears for the solo violin to emerge. The shared, gorgeous melody of strings and soloist in the fourth movement gives way to a final, sorrowing melody from the violin, perfectly judged by Hemsing: a haunting end to a compelling disc.

CATHERINE NELSON

https://www.thestrad.com/reviews/eldbj%C3%B8rg-hemsing-tan-dun/8915.article

Review: Fire Ritual Recording in Süddeutsche Zeitung

« It is thanks to the young talents who not only want to ride old war horses, but also present new things, that the instrumental concerto as a genre will never die out. Norwegian violin princess Eldbjørg Hemsing already made a name for herself as an archaeologist when she successfully excavated the unconventional, surprisingly attractive violin concerto from 1914 by her fellow countryman Hjalmar Borgstrøm. Now she shows her interest in contemporary music. Together with the Oslo Philharmonic, conducted by the composer, she plays two Tan Dun concerts: “Rhapsody and Fantasia” and “Fire Ritual”, which was written for Hemsing. These pieces, in which Beijing opera, percussion thunderstorms and the most modern composition techniques blend together ingeniously, offer Hemsing every opportunity to fully unfold her sound fantasy. This ranges from flashing top notes and sharp glissandi to the imitation of traditional Chinese singing techniques or almost soundless whispering. This sounds attractive, enchanting and demands a soloist of eminent quality, like Hemsing. (Bis)»

https://www.sueddeutsche.de/kultur/klassikkolumne-noble-wehmut-1.4296605

Review: Dvořák & Suk Recording in Concerti (DE)

Effortless Intensity

Eckhard Weber | Concerti | 8. November 2018

She practically grew up with this work, she says. Indeed, young violinist Eldbjørg Hemsing feels noticeably at home in Dvořák’s Violin Concerto. The way she makes her instrument sing with an amazingly nuanced and beguiling tone full of vibrancy has compelling intensity. Nothing sounds laboured here, everything seems to happen spontaneously in this music. The Antwerp Symphony Orchestra under Alan Buribayev is extremely present and sensitive in this interaction and unfolds a tremendously broad spectrum of colours. The folkloristically inspired finale of the Violin Concerto impresses with light-footed verve and shimmering airiness. A new benchmark recording has been achieved here in every respect. The longingly agitated modernity of the fantasy of Dvořák’s pupil and son-in-law Josef Suk with its subtle shades and surprising changes additionally shows the great potential of Hemsing and her colllaborators.

Review: Dvořák&Suk Recording in Süddeutsche (DE)

“…mit der 28 Jahre alten Eldbjørg Hemsing begeistert nun wieder eine junge Geigerin aus Norwegen. Hemsing ist nicht nur eine feinsinnige und kluge Interpretin, sie entlockt ihrer Guadagnini auch einen sehr persönlichen, unverwechselbaren Geigenton. Zart, intim und filigran wirkt er im Kern, dabei aber selbst im gehauchten Piano noch sinnlich und klangvoll.”

Julia Spinola | 2. Oktober 2018 | Süddeutsche Zeitung

Es muss etwas Verzauberndes in den nordischen Fjorden und Berglandschaften liegen. Nachdem die bereits mehrfach preisgekrönte Vilde Frang die internationalen Podien erobert hat, begeistert mit der 28 Jahre alten Eldbjørg Hemsing nun wieder eine junge Geigerin aus Norwegen. Mit Musik des weitgehend unbekannten norwegischen Komponisten Hjalmar Borgström hatte sie im April ihr Debüt gegeben. Auch auf ihrer zweiten CD meidet sie jetzt die ausgetretenen Pfade und spielt neben Antonín Dvořáks Violinkonzert die selten zu hörende Fantasie in g-Moll für Violine und Orchester von Dvořáks Schwiegersohn Josef Suk. Hemsing ist nicht nur eine feinsinnige und kluge Interpretin, sie entlockt ihrer Guadagnini auch einen sehr persönlichen, unverwechselbaren Geigenton. Zart, intim und filigran wirkt er im Kern, dabei aber selbst im gehauchten Piano noch sinnlich und klangvoll. Im leidenschaftlichen Forte, etwa im Eröffnungsthema des Dvořák-Konzerts, beginnt dieser eindringlich singende Ton irisierend zu leuchten. Mit ein wenig Fantasie hört man hier den großen David Oistrach heraus, dessen Schüler Boris Kuschnir Hemsings Lehrer war.

DEBUT CD REVIEW IN DEUTSCHLANDFUNK

Norwegian Discovery – Hemsing plays Borgström

Norwegian violinist Eldbjørg Hemsing shows courage. On her debut recording she performs a violin concerto of Hjalmar Borgström, which is almost not known, and one of Shostakovich, on which famous colleagues have overstretched themselves. But Eldbjørg Hemsing already in her first attempt succeeds with grandiosity.

Christoph Vratz | Deutschlandfunk | 3. Juni 2018

Eine Sinfonie von Joachim Kaiser? Eine Klaviersonate von Karl Schumann oder Ulrich Schreiber? Eine Kantate von Eleonore Büning oder Manuel Brug? Was uns heutzutage in der Literatur noch vergleichsweise häufig begegnet, dass Kritiker selbst zu Autoren werden, bildet in der Musik die Ausnahme. Dafür muss man schon zu Robert Schumann, Hector Berlioz oder Claude Debussy zurückgehen. Doch auch für sie gilt: Sie wurden und werden vor allem als Komponisten wahrgenommen, und erst in zweiter oder dritter Linie als Musikkritiker. Bei Hjalmar Borgström hingegen ist das anders. Von 1907 bis zu seinem Tod 1925 schrieb er in seiner norwegischen Heimat Musikkritiken und wurde damit zu einer nationalen Instanz. Das Komponieren geriet für ihn mehr und mehr zum “Nebenbei”. Umso erstaunlicher, dass er nebenbei 1914 ein Violinkonzert schreibt.

Allegro con spirito, so hat Borgström das Finale zu seinem Violinkonzert überschrieben. Die Geige eröffnet furios. Dann klinkt sich das Orchester ein und bereitet den Boden für die weitere Gestaltung des Eingangsthemas: Es dominiert pure Spiellust, halb ungarisch “alla zingarese”, halb im Sinne der norwegischen Fiddle-Tradition.

Komponist mit eigenem Kopf und ohne nationale Scheuklappen

Erinnert dieser Beginn des Finalsatzes nicht ein wenig an das Violinkonzert von Johannes Brahms? Die Intervalle bei der Sologeige, die ungezügelte Spielfreude? Originär norwegisch klingt das jedenfalls nicht. Dafür gibt es biographische Gründe. Denn Borgström hat vorwiegend in Deutschland, ab 1887 in Leipzig und ab 1890 in Berlin studiert, wo er in Ferruccio Busoni einen prominenten Fürsprecher fand. Borgström selbst war fasziniert von der Macht der Programmmusik im Sinne eines Franz Liszt und auch von der Klangsprache Richard Wagners. Wieder zurück in Norwegen war Borgströms Musik nur wenig Erfolg beschieden. Das lag sicher auch daran, dass sie eben kein spezifisch norwegisches Idiom aufweist wie bei Edvard Grieg. Auch Grieg hatte in Deutschland studiert, wollte aber in Norwegen eine nationale Tonsprache etablieren. Genau das wollte Borgström nicht. Er wählte einen eigenen Weg. Sein Œuvre ist insgesamt, mit je zwei Opern und Sinfonien, wenigen Konzerten und Solowerken, eher schmal.

Erst ein Mal, nämlich im Jahr 2008, ist Borgströms Violinkonzert auf CD dokumentiert worden, mit Jonas Båtstrand, dem Sinfonieorchester der Norrlandsoperan und Terje Boye Hansen am Pult. Jetzt liegt das Werk in einer Neueinspielung vor. Sie übertrifft die ältere Version deutlich. Dabei handelt es sich um die Debüt-CD der norwegischen Geigerin Eldbjørg Hemsing. Schon als Fünfjährige hat sie mit ihrer Schwester vor der Königsfamilie ihres Heimatlandes konzertiert. Mit elf Jahren trat sie erstmals mit den Philharmonikern aus Bergen auf. Mit 22 erfolgte ihr internationaler Durchbruch, als sie sich bei der Friedensnobelpreisverleihung in Oslo präsentierte. Studiert hat Hemsing unter anderem in Wien. Die Noten zu Borgströms Konzert bekam sie bereits vor einigen Jahren geschenkt, doch blieben sie zunächst unbeachtet in einer Ecke liegen. Als die Geigerin dann doch einen genaueren Blick wagte, war sie schnell entflammt. “Was für eine fantastisch schöne, romantische Musik, und dabei auch noch gut spielbar”, so wird Hemsing in der Wochenzeitung “Die Zeit” zitiert. Die Wiener Symphoniker unter Olari Elts eröffnen dieses Violinkonzert, und nach nur wenigen Takten tritt bereits die Sologeige hinzu, anders als in den gewichtigen Traditions-Konzerten von Beethoven und Brahms. Auch wenn der Einsatz der Pauke am Beginn doch ein bisschen an das Beethoven-Konzert erinnert.

Die Tempi der Sätze zwei und drei sind in beiden vorliegenden Einspielungen nahezu gleich. Nur im ersten Satz sind Eldbjørg Hemsing und das Wiener Orchester etwas langsamer unterwegs, dafür mit ungleich klarerem Gestus. Die Übergänge gelingen fließend und natürlich, die Steigerungen organisch. Hemsings Ton leuchtet hell, aber nicht grell oder vordergründig brillant. Sie spielt durchaus mit Schmelz, aber frei von Kitsch. Wenn im Mittelteil des ersten Satzes die Musik immer dramatischere Züge annimmt, wenn Sologeige und Orchester sich mehr und mehr in einen Disput steigern, behauptet sich Hemsing geradezu kühn – mit Kraft und gleichzeitig mit einem flammenden Ton.

Top-Geigerin mit großer Klangfarbenpalette

Eldbjørg Hemsing spielt auf einer Guadagnini-Geige aus dem Jahr 1754, die ihr eine Stiftung zur Verfügung gestellt hat. Das Instrument ist, selten genug, fast noch im Originalzustand. Man muss sich nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, um zu behaupten, dass man von Hemsing künftig noch einiges hören wird. Denn wie sie im langsamen Satz mit warmen, fast bronzenen Klangfarben arbeitet, um zwischenzeitlich mit größter Selbstverständlichkeit den Ton ins Silbrige zu verlagern, das zeugt von großer Klasse und verspricht einiges für ihre Zukunft.

Was diese Einspielung so besonders macht, ist die Selbstverständlichkeit, mit der Eldbjørg Hemsing die leisen und sehr leisen Passagen meistert. Dann lässt sie ihre Geige wundervoll singen: geheimnisvoll und poetisch, arios und tänzerisch. unterstützt durch die zarten Zupfer der Streicher und kurze Intermezzi der Klarinette.

Vieles an dieser neuen Einspielung ist ungewöhnlich, vor allem das Programm. Denn eine direkte Verbindungslinie zwischen Hjalmar Borgström und Dmitri Schostakowitsch gibt es nicht. Als der Norweger 1925 mit 61 Jahren starb, war sein russischer Kollege erst noch auf dem Sprung zu einer großen Karriere. Schostakowitschs erstes Violinkonzert entstand 1948, zu einer Zeit, als die stalinistische Partei sein Schaffen mit Argus-Augen überwachte. Was nicht mit ihren Richtlinien konform ging, wurde abgelehnt, und der Komponist hatte Repressalien zu fürchten. Daher erfolgte die Premiere dieses Konzertes erst im Jahr 1955 mit David Oistrach als Solist.

Auch in diesem Konzert bilden Geigerin Eldbjørg Hemsing, die Wiener Symphoniker und Olari Elts eine Einheit. Das zeigt besonders der schroffe Gegensatz zwischen dem dunklen, einleitenden Notturno und dem bizarren Scherzo. Wie hier die säuselnden Bläser, Bassklarinette und Flöte, mit den schroffen Akzenten der Solovioline kontrastieren, das verrät Schärfe, Bitternis und, bezeichnend für Schostakowitsch, beißenden Humor. Das gilt in gleichem Maße für die sich unmittelbar anschließende Passage, wenn die Geige das Kommando übernimmt und die Streicher hinzutreten.

Verträumt bis bärbeißig – Schostakowitschs erstes Violinkonzert

Eldbjørg Hemsing ist gewiss kein musikalischer Muskelprotz, dem es in erster Linie auf äußere Effekte ankommt. Die Norwegerin erweist sich als sensible Künstlerin, die sich und ihren Ton immer wieder genauer Prüfung unterzieht. Daher findet sie für jede Stimmung einen adäquaten Ausdruck, ob verträumt und nach innen gekehrt oder bärbeißig und virtuos. Ihre technischen und musikalischen Fähigkeiten gehen Hand in Hand. Wenn es, wie im Finalsatz von Schostakowitschs erstem Violinkonzert, schnell zugeht, spiegelt diese Aufnahme den experimentellen Geist des Komponisten. Doch trotz der vielen, teils schnellen rhythmischen und dynamischen Umschwünge: Hemsings Geige klirrt nie, auch geraten die kurzen Linien nicht aus dem Fokus. Die Solistin weiß genau, wo sie hinmöchte und wie sie die Höhepunkte ansteuern muss, um deren ganze Wirkung so spontan und natürlich wie möglich herauszuarbeiten. Das ist eindrucksvoll und rundet den sehr positiven, stellenweise herausragenden Gesamteindruck dieser neuen Produktion ab.

Heute haben wir Ihnen die Debüt-CD der Geigerin Eldbjørg Hemsing vorgestellt. Mit den Wiener Symphonikern und Olari Elts hat sie Violinkonzerte von Hjalmar Borgström und Dmitri Schostakowitsch aufgenommen, erschienen ist sie als SACD beim schwedischen Label BIS.

ELDBJØRG HEMSING IN BR-KLASSIK KLICKKLACK

Portrait of Eldbjørg Hemsing in “KlickKlack” | BR-KLASSIK | 7th May 2018

“KlickKlack”, music magazine for Classical Music, Jazz and good Pop Music, is the only format in which two world stars – cellist Sol Gabetta an percussionist Martin Grubinger – are giving the TV viewers a very close experience on how professional artist work, rehearse and perform. The imagery is modern, the camera extremely subjective.

Eldbjørg Hemsing has been guest of Martin Grubinger in the BR-KLASSIK “KlickKlack” feature from 7th May 2018, beside Michael Sanderling, Chief Conductor of Dresden Philharmonic, Gautier Capuçon, French cellist, and pianist Jens Thomas.

DEBUT CD REVIEW IN THE STRAD

“…Eldbjørg Hemsing […] makes a good start with this powerful performance. A gorgeous, open-hearted piece, full of flowing lyricism, to which she brings warm and beautiful playing… Hemsing weaves steadily and unfussily, but with increasing emotional intensity. The finale scuttles along brilliantly.”

Tim Homfray | The Strad | 9th May 2018

The Norwegian composer Hjalmar Borgström was famous in his day but quickly fell into obscurity, his music bedded in the Germanic 19th century and considered old-fashioned and ‘not Norwegian enough’ at the beginning of the 20th. His compatriot Eldbjørg Hemsing wants to bring him back to notice, and makes a good start with this powerful performance of his 1914 Violin Concerto.

It is a gorgeous, open-hearted piece, full of flowing lyricism, to which she brings warm and beautiful playing. Her phrasing is supple and nuanced, flecked with neat little touches of vibrato and variations of dynamic. The central Adagio is far-ranging, moving from musing opening to a jaunty central section, and on to something more torridly passionate before leading straight into the dancing finale. Hemsing deftly handles all the transitions.

It is a bit of a gear-change from Borgström to austere Shostakovich (Bruch would have worked nicely). Hemsing weaves steadily and unfussily, but with increasing emotional intensity, to the climactic double-stops of the first movement. In the Scherzo she plays with an edge of violence, biting and snapping. The orchestra matches her vivid playing, but the recording sets it in the background, in a resonant acoustic. She is as fine in the third movement as the first in progressively ratcheting up the tension before easing down into the cadenza, which in its turn grows steadily to a searing climax. The finale scuttles along brilliantly.

DEBUT CD REVIEW IN DEN KLASSISKE CD-BLOGGEN

Rating 6/6 Stars: “Eldbjørg Hemsing’s wide spectrum of sound and delicate virtuosity fits this concerto very well. She shows a technique and a virtuosity that is admirable. This recording can in many ways be regarded as Hemsing’s masterpiece – and she has passed this exam with flying colors.”

Trond Erikson | Den Klassiske CD-Bloggen | 7th May 2018

A Masterpiece

These are two widely different violin concertos for which Eldbjørg Hemsing has collaborated with the Vienna Symphony Orchestra. And you are captured by her violin playing, which makes both of these concertos perfect.

Hjalmar Borgström (1864-1925) and his music have in many ways received a new spring in recent years. His opera “Thora on Rimul” and not least the orchestral works “Hamlet” (for piano and orchestra) and “Tanken”, as well as the violin sonata, have helped give Borgström the place he deserves in music history. His music is not “Norwegian” in the sense that he walks in Grieg’s footsteps. He stayed for long periods in Germany and gained much of his inspiration from European music life.

The quality of this “forgotten” concert is very good. And Eldbjørg Hemsing’s wide spectrum of sound and her delicate virtuosity fits this concerto very well. She has a musical timbre range that is impressive, something she greatly utilizes in this violin concerto.

That she knows well and masters the music of Dmitri Shostakovich (1906-1975) is beyond doubt. His first violin concerto is intense with its rhythmic and intense sound colors, and its is undoubtedly a masterpiece.

A number of great violinists have recorded this work – and the first was David Oistrakh, to whom the concerto is dedicated.

Hemsing has studied this work with the Ukrainian musician and Professor Boris Kushnir – a very good choice as she performs this concerto with a solid dose of Eastern European understanding. There is not a single tone that remains anonymous in her interpretation. She shows a technique and a virtuosity that is admirable.

Supporting her, Eldbjørg Hemsing has the very good Vienna Symphony Orchestra, attentively and skilfully led by Estonian conductor Olari Elts.

This recording can in many ways be regarded as Hemsing’s masterpiece – and she has passed this exam with flying colors.

DEBUT CD REVIEW IN RESMUSICA

“…an outstanding artist with a warm tone, accurate and precise playing… Eldbjørg Hemsing gives the second movement, the Scherzo, a bewitching and hypnotic interpretation, unforgettable. The other three movements, in the pure style of the Russian musician, place this perfectly controlled version at the level of the greatest recordings. The Vienna Symphony, conducted by the rigorous and experienced Estonian Olari Elts (born in 1971), shares the outstanding merits and contributes to making this recording a subject of legitimate lust and curiosity.”

Jean-Luc Caron | ResMusica | 1 May 2018

Three decades separate the Borgström and Shostakovich concertos for violin and orchestra, representatives of two irreconcilable, if not contradictory, worlds admirably defended on the BIS label.

Norwegian violinist Eldbjørg Hemsing (born 1990), an outstanding artist with a warm tone, accurate and precise playing, has a very honorable career. Her subtle understanding of music is regularly emphasized. This recording, if necessary, furnishes us with a new proof.

The concerto for violin in G major by his compatriot Hjalmar Borgström (1864-1925), a contemporary of Carl Nielsen, returns to the light. He deserves it amply. The fame of this pupil from Leipzig (where he traveled in 1887), who was an ardent defender of German orchestral music and program music, was eclipsed by the eruption of the new modernity emerging around the First World War. His lack of enthusiasm for Norwegian musical nationalism and its icon Edvard Grieg surely contributed to his marginalization. However, the Kristiania Concerto, which was premiered in 1914, was well received because of its rich and abundant melodic writing, passionate, lyrical, rhapsodic, and some splendidly orchestrated passages. In the Adagio there are a few repetitive steps that are strikingly reminiscent of a section of Samuel Barber’s Violin Concerto (1941)!

Shostakovich’s Concerto for Violin No. 1 in A minor (1948, revised in 1955), written for David Oistrakh and valiantly defended by him (and recorded twice), transports us to another world, fascinating, exuberant and dark, alternately marked by harshness, caricatural dancing and insistent hammering, a concealed confession of the true state of mind of a rebellious and wounded creator. Eldbjørg Hemsing gives the second movement, the Scherzo, a bewitching and hypnotic interpretation, unforgettable. The other three movements, in the pure style of the Russian musician, place this perfectly controlled version at the level of the greatest recordings (David Oistrach, Maxime Shostakovich, EMI, 1972, Lydia Mordkovich, Neeme Jarvi, Chandos, 1989, Yefim Bronfman, Esa-Pekka Salonen, Sony, 2003).

The Vienna Symphony, conducted by the rigorous and experienced Estonian Olari Elts (born in 1971), shares the outstanding merits and contributes to making this recording a subject of legitimate lust and curiosity.

ELDBJØRG HEMSING DEBUT CD REVIEW IN THE ARTS DESK

Credits: Photography by Nikolaj Lund

Classical CDs Weekly: Borgström

“Wonderfully played […], Eldbjørg Hemsing’s dynamism and rich, warm tone exactly what the concerto needs. She’s really impressive.”

Graham Rickson | theartsdesk.com | 28 April 2018

Hjalmar Borgström sounds like the name of a BBC Four gumshoe, a melancholy detective solving crimes in downtown Tromsø. He was actually a Norwegian composer (1864-1925) who, like Grieg, studied in Germany, remaining there for 15 years. Grieg quickly assimilated his technique with native folk music, later expressing dismay at the younger Borgström’s lack of interest in making his music sound specifically Norwegian. His G major Violin Concerto was premiered in 1914. It’s an ambitious, 35-minute work, brimming with ideas, but you can understand why it’s fallen by the wayside. It’s much more German than Nordic in style. Nothing wrong with that, except that we’re talking conservative late 19th century Germany rather than Strauss. There are flashes of brilliance: the soloist enters within seconds after a flurry of timpani, and the lyrical asides are gorgeous. All very attractive (what a superb close the work has!), but nothing especially distinctive. Wonderfully played though, Eldbjørg Hemsing’s dynamism and rich, warm tone exactly what the concerto needs.

Unexpectedly, Hemsing couples it with Shostakovich’s brooding Concerto No. 1. She’s really impressive, sustaining the argument in the chilly Nocturne and suitably snarky in the scherzo. There’s good orchestral support too from Olari Elts and the Wiener Symphoniker, low winds, tuba and percussion making plenty of impact. Hemsing is at her best in the Passacaglia, the temperature rising inexorably to boiling point. The last movement’s adrenalin rush is joyous. Excellent sound, too – an enjoyable disc.

DEBUT CD REVIEW IN CRESCENDO

Eldbjørg Hemsing: Der verschollene Norweger

“…jointly with Wiener Symphoniker and Conductor Olari Elts, Eldbjørg Hemsing presents an interpretation which is convincing, rich of colors and personal. With consistently brilliant sound and flexible expression, Eldbjørg Hemsing makes this album absolutely worth listening to.”

Crescendo | Sina Kleinedler | 20 February 2018

Zwei Entdeckungen auf einem Album: Die norwegische Violinistin Eldbjørg Hemsing und das Violinkonzert ihres Landsmannes Hjalmar Borgström (1864–1925). Borgström war zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Kritiker und Komponist bekannt. In Vergessenheit geriet seine Musik höchstwahrscheinlich dadurch, dass er sich weigerte, eine typisch skandinavische Klangsprache zu adaptieren – wie Grieg es getan hatte. Dennoch zog das 1914 geschriebenes Violinkonzert Hemsing sofort in seinen Bann, auch weil dessen Klangsprache sie an ihre Heimat erinnerte. Im Kontrast zu Borgströms romantischem Werk steht Dmitri Shostakovichs erstes Violinkonzert. Seine Klangsprache ist weniger pastoral, eher dramatisch und schmerzerfüllt, doch auch hier schafft Hemsing es gemeinsam mit den Wiener Symphonikern und Olari Elts eine überzeugende, farbenreiche und persönliche Interpretation zu präsentieren. Mit durchweg brillierendem Klang und flexiblem Ausdruck macht Eldbjørg Hemsing dieses Album absolut hörenswert.

DEBUT CD REVIEW IN KLASSISKMUSIK

RATING: 6/6 STARS

“… a fabulous discovery … [Hemsing] offers a star performance, technically steady as a mountain goat, bold and assertive where required and sweetly filled like spun sugar in the slow movement… the interpretation of Shostakovich’s first violin concerto is more than superb… this recording is strongly recommended.​”​

Klassiskmusik | Martin Anderson | Oversatt fra engelsk av Mona Levin | 14 February 2018

Forskjellige lands evne til å overse store deler av sin egen kunstarv opphører aldri å overraske – og det gjelder ikke bare Norge. Nesten hvert eneste land med en musikktradisjon utenfor mainstream lukker øynene, eller heller ørene, for den. Jeg kunne sette opp lange lister med franske komponister som ikke blir spilt i Frankrike, skotske komponister som forblir uspilt i Skottland, belgiske komponister som er ukjente i Belgia, spanske …. Du skjønner tegningen.

Det faktum at Norge bruker lang tid på å (gjen)oppdage viktige norske komponister, er altså hverken nytt eller uvanlig. Den mest oversette norske fiolinkonserten er den i d-moll av Catharinus Elling (1858–1942) som ble utgitt i 1918; Arve Tellefsens innspilling fra 1987 avdekket et verk fullt på høyde med det romantiske standardrepertoaret innen fiolinkonserter – Bruch g-moll, Dvořák, Glazunov, Tsjaikovskij osv – og allikevel er det forbløffende nok ikke foretatt noen annen innspilling i løpet av de mellomliggende tre tiår. Tellefsens pionerinnsats, som finnes på YouTube, viser med all mulig tydelighet hvor viktig minneverdige melodier er for at et verk som en fiolinkonsert skal oppnå suksess (lytt etter «Don’t cry for me, Argentina» – Elling var der først!).

Hjalmar Borgstrøms (1864-1925) fiolinkonsert i G-dur fra 1914 er ikke like minneverdig som Ellings (den har atmosfære fremfor sterke melodier), og med sine 36 minutter er den for lang for sitt materiale, men den er en fabelaktig oppdagelse uansett. Den innleder med et varsomt kallerop fra paukene, en dristig, søkende påstand fra solofiolinen besvares av innforståtte treblåsere, og slik folder den 16 minutter lange førstesatsen seg som en rapsodi i fri form, mer som en tankegang i utvikling en i noen tydelig musikalsk form. Den er ofte svært vakker i sin dagdrømming, sporadisk satt opp mot heroisk orkesterkomponering som sterkt antyder friluft – skjønt noe mer generelt nordisk friluft enn spesifikt norsk. Den langsomme Adagio-satsen begynner med en rørende koral-aktig figur i strykere og horn, som nå og da vender tilbake. Paradoksalt, til tross for fravær av hva tyskerne kaller «ørekrypere» i det melodiske materialet, har musikken uansett ekte personlighet. Finalen slår inn med en fengende (endelig!) dans, som viser seg å være hovedtemaet i en rondo, skjønt Borgstrøm vandrer ofte off piste, og denne satsen går i mål etter mer enn 11 minutter. Men selv om musikken ikke har tatt den retteste veien mellom A og B, er utsikten langs ruten aldri mindre enn herlig – og på slutten synes verket bare å bli borte i krattet og forsvinne i noen meloditråder. Hvis Borgstrøms konsert ikke skulle slå an, er det iallfall ikke Eldbjørg Hemsings skyld: hun byr på stjernespill, teknisk stø som en fjellgeit, dristig og påståelig der det kreves, og sødmefylt som spunnet sukker i den langsomme satsen. Den estiske dirigenten Olari Elts og wienersymfonikerne gir formfull, livlig orkesterstøtte.

Deres tolkning av Sjostakovitsj’ første konsert (et pussig verk å sette sammen med Borgstrøm) er greit mer enn fremragende – den mangler noe av det desperate bittet, den ville lidenskapen og tragiske uavvendeligheten som (for eksempel) de som uroppførte den, David Ojstrakh og Jevgenij Mravinskij, fylte den med fra midten på 1950-tallet av. Noe av grunnen er at Hemsing ikke graver dypt nok ned i strengene, slik at solostemmen mangler tyngde. Klarheten i denne innspillingen ligger selvsagt milelangt fra bokseklangen den gang, og hvem ville vel kjøpe denne platen for Sjostakovitj? Jeg ville også foretrukket større engasjement i musikken i Thomas Blocks CD-hefte: han avspiser den dypt bevegende Passacaglia i 3. sats i Sjostakovitsj med tretten ord. Når det gjelder Borgstrøm, anbefales denne innspillingen på det sterkeste.

MUSIKKULTUR – ELDBJØRGS ÆRA

Eldbjørg Hemsing står foran sitt store, internasjonale gjennombrudd. Med seg på reisen har hun en norsk fiolinkonsert som har vært glemt i hundre år.

Publisert 05.02.2018 | Ingvild Amdal Myklebust

Hovedscenen på Nationaltheatret i Oslo har aldri vært større enn den maidagen i 1996. På klakkende bunadsko inntar hun flomlyset sammen med storesøster Ragnhild på åtte. Bak seg aner hun konturene av det tunge sceneteppet og av moren som viser dem riktig neieteknikk. Foran dem venter et bekmørkt folkehav. Hun vet at kongefamilien sitter der ute. Og Wenche Foss som hun møtte i stad. Snart er de framme ved scenekanten. Da skal de løfte opp felene til haka og spille Briskjehauga slik de pleier. Bare en meter igjen nå.

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ELDBJØRG HEMSING ON NRK KLASSISK

Eldbjørg Hemsing on NRK Klassisk: “My Favorite Music”

Eldbjørg Hemsing in “My Favorite Music” on Norwegian governmental broadcasting station NRK takes us from traditional music in Valdres through classics like Bach and Beethoven up to the collaboration with Chinese composer and Academy Award winner Tan Dun and to a new release of the Violin Concertos by Borgström and Shostakovich.

Eldbjørg Hemsing shares stories that shed light on the music with program director Stein Eide.

The 1h54min radio feature in Norwegian language can be listened to at following weblink:

> Eldbjørg Hemsing – NRK Klassisk “My favourite music”